Reform der kleinen Schritte
März , 2010
Der Parteitag wurde mit dem Willen zur Reform erstritten und mit der Bereitschaft zu Kompromissen beendet.
Am 27.03.2010 fand in Hamm (Westfahlen) der Wahlparteitag der Republikaner statt. Die Reformer der Partei stritten für personelle Konsequenzen aus den Wahlniederlagen und dafür, dass die Partei ihre Isolationshaltung aufgibt, sich anderen rechtsdemokratischen Formationen öffnet und endlich neue Wege in der Öffentlichkeitsarbeit beschreitet.
Viele Delegierte fuhren zum Parteitag, mit dem festen Willen, durch einen Wechsel an der Spitze der Parteiführung einen Neuanfang zu beginnen. Eine Woche vor dem Parteitag kündigte auch die stv. Bundesvorsitzende Uschi Winkelsett ihre Kandidatur an. Die nun neu geschaffenen Mehrheitsverhältnisse unter den Delegierten zwang die Opposition zum Handeln. Um einer tiefen Spaltung der Partei vorzubeugen, kam es zu einem Kompromiss zwischen den Reformern und Dr. Schlierer. Somit konnten wir uns darauf besinnen, dass wir alle Republikaner sind, und nur gemeinsam den Etablierten Einhalt gebieten können. Er gab endlich den innerparteilichen Druck nach und steht ab sofort einer Zusammenarbeit mit der PRO-Bewegung offen gegenüber.
Dr. Schlierer konnte mit den Stimmen der Opposition 66% der Delegierten hinter sich versammeln, und muss nun mit einen noch kritischeren und wesentlich verjüngten Vorstand arbeiten. Mit Alexander van Drage und Stephan Stritter stehen nun junge und erfolgreiche Kommunalpolitiker an der Parteispitze. Neben mir schaffte es auch Kim Nowak aus Hessen in den Vorstand.
Der Parteitag verlief sehr dynamisch und die Delegierten zeigten, dass ihnen die politischen Ideen der Republikaner über persönlichen Befindlichkeiten stehen. Leider hat der Landesverband NRW sich in weiten Teilen den Wahlgängen, nach der Wiederwahl Schlierers, enthalten. Bedauerlicherweise wurde die Landesliste der REP nicht zurückgezogen, was ein deutlicher Vertrauensbeweis gegenüber PRO darstellen würde. Für die Landtagswahl in NRW ist demnach leider kein Wahlerfolg freiheitlicher Parteien wahrscheinlich, da sich die Stimmen wieder auf mehrere Parteien verteilen.
Ich habe mich erneut in den Vorstand wählen lassen, weil ich gemeinsam mit Reformern endlich entsprechende Mehrheiten zustande bringen kann, um die Formierung als moderne, freiheitliche Bewegung voranzutreiben. Ich danke meinen Wählern für ihr Vertrauen.
Mit neuem Elan und großer Motivation stürze ich mich nun gemeinsam mit meinen Mitstreitern in die politische Arbeit. Bis 2013 haben wir Zeit, uns auf die nächste bundesweite Wahl vorzubereiten. Bis dahin hat der neue und alte Vorsitzende Dr. Schlierer Zeit zu beweisen, was seine Versprechen wert sind. Ich wünsche mir, dass den Worten nun Taten folgen.
Ihr Toralf Grau.
Bundesvorstandsmitglied


