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    Gutes Geld für gute Arbeit

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    Hier eine kleine Anekdote, die den Wahnsinn des Niedriglohnsektors deutlich macht.

    Heute war ich mit einem Freund im Globus-Supermarkt in Leipzig Seehausen einkaufen. Die Kassen waren durch Zeitarbeiter besetzt und im Verkaufsraum befanden sich Azubis und Aushilfen.

    Als wir die Ware auf das Band legten, stellte ich fest, dass es wohl etwas kompliziert wird, dass alles zu zweit zum Auto zu transportieren. Mein Begleiter sagte zu mir: „Kaufe Dir doch eine Stofftragetasche für 50 Cent“

    Darauf sagte ich, zunächst rech amüsiert: „Warum soll ich für 50 Cent eine Tragetasche kaufen, wenn ich einen Zeitarbeiter innerhalb von 5 Minuten alles zum Auto bringen lassen kann und dabei noch 30 Cent spare?“

    Tja, was wie eine flapsige Bemerkung klingt, ist in der BRD die Realität.

    Dass meine Anekdote alles andere als aus der Luft gegriffen ist, zeigt diese Rechnung:

    Brutto-Stundenlohn eines Zeitarbeiters lt. Tarif: 5,20€. Gehen wir von ca. 20% Lohnnebenkosten aus, bleiben 4,16€ netto/h. Das Tragen der Ware zum Auto beansprucht ca. 5 Minuten. Der Minutenlohn/netto beträgt 4,16/60= 0,06933€. Die 5 Minuten würden demnach 0,34€ kosten – 16 Cent weniger als die Tragetasche.

    Deswegen stehe ich zu folgender Positionierung:

    Gute Jobs, statt Zeitarbeit

    Um Produktionsspitzen personell abdecken zu können, lohnt es sich nicht immer neue Mitarbeiter einzustellen, da diese nach wenigen Wochen oder Monaten nicht mehr gebraucht werden. Um diesen Menschen einen derartigen Wechsel zwischen den Arbeitgebern, zugunsten sozialer und finanzieller Sicherheit zu ersparen, etablierten sich Zeitarbeitsfirmen. Diese zahlen eigene Löhne an ihre Mitarbeiter und verleihen Fachkräfte an die Auftraggeber. Allerdings entwickelte sich dieses Modell in einer Richtung, die dazu führt, dass gesamte Personalbestände aus Zeitarbeitern bestehen. Zeitarbeiter sind meist schlechter bezahlt als die regulären Fachkräfte, obwohl sie die gleiche Arbeit verrichten.

    Stoppt die Ausbeutung!

    Stoppt die Ausbeutung!

    Diese Entwicklungen müssen gestoppt werden. Dazu ist die Einführung eines Mindestlohnes, ausschließlich für diese Branche, zu forcieren. Dieser soll garantieren, dass die Zeitarbeiter exakt denselben Stundenlohn erhalten, wie die regulären Arbeitskräfte, inklusive Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld. Die Zeitarbeitsfirmen sollen auf die Aufgabe beschränkt werden, die Arbeitskräfte zu vermitteln und die Löhne weiterzugeben. Die Bezahlung der Zeitarbeitsfirmen durch die Auftrageber, darf nicht zu Lasten der Arbeitnehmer gehen.

    Machen Sie den Abzockern einen Strich durch die Rechnung und wählen Sie am 30.08.09 DIE REPUBLIKANER!

    Wir setzen uns für gerechte Entlohnung und Fairness auf dem Arbeitsmarkt ein.

    Ihr Toralf Grau

    REP-Spitzenkandidat.

    3 Responses to “Gutes Geld für gute Arbeit”

    1. harpe sagt:

      warum schiebt ihr das nicht im einkaufswagen zum auto? :-)
      ich gebe allerdings recht, dass es eine mindestentlohnung geben sollte.
      ich selber komme leider in die prekäre lage mir einen 2.job zu suchen um mein leben zu finanzieren.

      deshlab wäre es schon schön, ich müsste nicht viel weniger geld bekommen, wenn ich etwas finde, was ich irgendwie für mich verantworten kann, als etwas was mich vll (aus gesundheitlichen gründen) kaputt macht, ich aber mehr stundenlohn habe.

      • Toralf Grau sagt:

        Hallo, das war ja auch eine überspitze Formulierung, aber ich stehe zu der Aussage. Leider wird hier deutlich, wie schlecht es in manchen Branchen steht…

        MfG
        Grau

    2. Pjupe sagt:

      Hab ich das jetzt richtig verstanden? Es soll einen Mindestlohn für Zeitarbeiter geben? Welchen Standards soll der angepasst werden? Oder was ist mit “Branche” gemeint? Soweit ich weiß, arbeiten Zeitarbeiter ja nicht nur im Supermarkt oder in Fabriken, um Schrauben zusammenzubasteln (ein Bekannter von mir macht letzteres). Das wären schon mal zwei unterschiedliche Bereiche, deren Durchschnittsentlohnung sicherlich unterschiedlich ist (zumindest für die fest angestellten Arbeitnehmer).

      Ich halte das aber für eine gute Idee. Bahnt sich da ne Koalition mit der 10%-SPD an? :D

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